Winzer aus der Champagne

Die Champagne – bekannt und berühmt für den Champagner, der bereits seit dem 17. Jahrhundert in seiner heutigen Form gekeltert wird. Bereits während der Römerzeit wurde der Weinbau in der Champagne betrieben. Das Besondere: nur der Schaumwein, der aus der Champagne stammt, darf nach dem Champagnerparagraphen die Bezeichnung Champagner tragen. Alles anderen Produkten werden als Sekt, Spumante, Cava oder Crémant bezeichnet...

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...Die Provinz und Landschaft Champagne liegt nordöstlich in Frankreich, etwa 80 Kilometer von Paris entfernt und ist für seine Weinberge und den glamourösen Produkten bekannt. Allerdings machen diese nur einen geringen Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Vor allem das Klima der Champagne ist mit den vielen Niederschlägen und den teilweise kühlen Temperaturen nicht gerade ideal. Doch die Winzer der Champagne wissen, wie sie aus ihrer Not eine Tugend machen und ein wunderbares Produkt kreieren – und das seit mehr als 200 Jahren. Die Qualität des Champagners hängt mit der Flaschengärung zusammen, die der Mönch Dom Perignon zugeschrieben wird. Allerdings stimmt dies nicht, denn in Wahrheit gab es vor dem Champagner andere französische Schaumweine, wie zum Beispiel der Blanquette de Limoux aus dem Südwesten Frankreichs, der bereits 1531 erwähnt wurde.

Dieser Schaumwein wurde nach der méthode ancestrale, die auch als méthode rurale bekannt ist, ausgebaut. Dabei wurde der noch nicht durchgegorene Traubenmost in Flaschen abgefüllt, wobei ein Teil der Hefe weiter vergärt. Nach einer gewissen Zeit stoppt die Gärung, weshalb der Schaumwein weniger schäumt als der Champagner und eine gewisse Süße bleibt. Das heißt, bei diesem Prozess gibt es nur einen Gärvorgang. Im Gegensatz zu Limoux war es in der Champagne gar nicht üblich, dass Schaumwein hergestellt wurde, denn das Problem lag darin, dass die kühle Witterung den Gärprozess in den Weinkellern stoppte. Die unfertigen Weine wurden auf Flasche gezogen. Aufgrund der Tatsache, dass sich noch Süße und Hefe in dem Wein befanden, setzte durch die Frühlingswärme der Gärprozess nochmals ein. Dies passierte auch bei den Fassweinen.

Der französische Satiriker Marquis de Saint Evremond war es, der sozusagen das Fass ins Rollen brachte. Er verscherzte es sich damals mit Ludwig XIV und wurde ins Exil nach London geschickt – natürlich mit einigen Fässern Weißwein aus der Champagne im Gepäck. Im Frühjahr begann dann sein Wein zu gären, so dass er in London in Flaschen gefüllt wurde und sich so ganz schnell zu einem Trendgetränk entwickelte: dem Sparkling. Dieser sehr spritzige Champagner wurde erstmals 1663 schriftlich benannt. Es dauerte nicht lange, bis das Getränk auch in Paris bekannt und beliebt wurde. Aufgrund dieser Gegebenheiten wurde der Champagner bewusst hergestellt – allerdings mit der Zugabe von Zucker, um den Gärprozess noch zu verstärken.

Dies führte jedoch dazu, dass die damals noch nicht so belastbaren Flaschen explodierten – der durchschnittliche Verlust damals wurde mit 80 Prozent geschätzt. Dadurch stiegen die Preise des beim Adel beliebten Getränks an. Die Produktion wurde erst dann erfolgreich, als die Dosage, also die Zugabe von Hefe und Süßungsmitteln, genau richtig war. Außerdem verbesserte man die Qualität der Flaschen, die Korken wurden überarbeitet und mit dem neu erfundenen Rüttelpult wurden die Heferückstände nach der erfolgten zweiten Gärung langsam in den Hals der Champagnerflasche befördert.

Auch wenn Dom Perignon also nicht direkt mit der Erfindung des Champagners zu tun hatte, war er doch ein wichtiger Protagonist in dieser Entstehung. Er führte damals den Anbau der Rotweinsorten Pinot Meunier und Pinot Noir ein.

Die Popularität des Champagners wuchs und wuchs und so wurde schnell das Verbot des Flaschenwein-Transports aufgehoben, um das beliebte Getränk bis nach Amerika zu transportieren.

 

Die Einzigartigkeit der Champagner

Nicht nur das Verfahren der Champagner-Herstellung, sondern auch die geografische Lage machen den Champagner so einzigartig und besonders. Die Grundweine werden durch die nördliche Ausrichtung zwar reif, doch haben sie für einen Schaumwein wenig Alkohol und Säure. Neben dem Boden ist es auch das Klima, das für die individuelle Note des Champagners verantwortlich ist. Die einzigartige Mineralität erhält der Champagner durch die Kreide- und Kalkböden, auf dem die Reben wachsen. Die Reben werden in drei Sorten eingeteilt: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier – sie bilden zu 99 Prozent die Grundweine.

Champagner ist nicht gleich Champagner, das zeigen die vielen verschiedenen Sorten, die erhältlich sind. Die Stile der einzelnen Winzer sind unterschiedlich – die Herstellungsmethode hingegen ist bei allen gleich.

In unserem Onlinshop führen wir verschiedene Champagner von verschiedenen Winzern. Jedes Produkt ist eine Besonderheit und verdient es, auf besondere Weise genossen zu werden. Überzeugen Sie sich von der Vielfalt und vor allem von der hohen und außergewöhnlichen Qualität der Champagner.