Südtirol

- Rotwein & Weißweine der Alpenregion

Südtirol stellt sich als eine kontrastreiche Gegend, im nördlichen Etschtal dar. Dies zeigt sich in sprachlichen sowie kulinarischen Bereichen.
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Denn in dieser wird mehr Deutsch, als Italienisch gesprochen und auch mehr französische Weintrauben, als deutsche angebaut. Landschaftlich befinden sich die Dolomiten auf der einen Seite der Region, entgegengesetzt eine Hügellandschaft mit geschmückten Weinbergen. Ein Gebiet, das sich im Vergleich zu anderen italienischen Regionen sehr unterscheidet.

Weingeschichte Südtirols

Die Räter, ein Volk der Antike, waren es vor ca. 3000 Jahren, die erstmals Weintrauben in Südtirol anpflanzten. Danach war bekannt, dass deutsche Klöster aus Bayern und den Franken sich in diesem Gebiet niederließen, da sie den Weinbau der Region sehr schätzten. Auch der deutsche Kaiser ehrte den Wein aus Südtirol sehr. Die nachliegende Zeit war für den Weinbau eine sehr schwierige, da Weinreben von einer Reblauskatastrophe stark befallen waren. Einige Winzer entschieden sich in den Bereich des Obstanbaus zu wechseln. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ging es in der Weinregion wieder langsam aufwärts. Die Zeit der 80er Jahre war gekommen, in der Winzer sich auch dazu entschlossen höhere Weinqualität und weniger Masse zu erzeugen. Heute ist Südtirol international sehr anerkannt.

Die Winzer Südtirols und ihre Weine

Auf einer Fläche von ca. 4800 Hektar wird in der nördlichen Weinregion Italiens Wein an den Hängen des Etschtals erzeugt. Dieses gliedert sich in einige Unterzonen wie dem Unterland, dem Überetsch, dem Burggrafenamt, dem Vinschgau sowie dem Eisacktal. Auf den unterschiedlichsten Höhenmetern entstehen Weine mit unterschiedlichen Qualitäten. Was die Region auszeichnet, dass sie die meisten Weine Italiens herstellt, die DOP Weinauszeichnungen besitzen. Neben italienischen Rebsorten werden auch deutsche und französische angebaut.

Südtirol schmeckt nach..

Unter den roten Trauben ist die Traube Vernatsch in Südtirol der Anführer. In seinem Geschmack ist sie sehr mild, was sich auch in ihrem Alkoholgehalt wiederspiegelt. Sie zeigt lediglich ein leichtes Mandel- und Fruchtaroma und ist in seiner Farbe sehr hell. Ein Vernatsch Rotwein sollte möglichst jung getrunken werden. Der dabei bedeutendste ist Sankt Magdalener und der Grauvernatsch. Neben der Vernatsch Traube wird die seltene Rebsorte Lagrein in Südtirol, um Botzen, angebaut. Dort ist sie in mehreren Variationen aufzufinden: Grauvernatsch, Mittervernatsch, Edelvernatsch und Tschaggelevernatsch. Die Rebsorte Lagrein ist meist ein Verschnittpartner, da er sehr intensiv mit Tanninen, Säure, Pflaume und Erdnoten ausgeprägt ist. Wird er dafür nicht verwendet, dann lagert er eine längere Zeit im Fass. Noten der Sauerkirsche, Leder und Tabak kommen hervor. Ein großer Teil dieser Traubenart wird zu Lagrein Riserva verarbeitet, die höchste zu erreichende Qualitätsstufe in Italien. Eine Lagerung von mindestens 2 Jahren ist dabei Pflicht. Der fruchtige Rosé: Lagrein Kretzer, ist dabei der bekannteste in Südtirol. Leichte und fruchtige Weißweine erbringen, die in tieferen Lagen gelegene Rebsorten Chardonnay, Pinot bianco und Pinot Grigio. Pinot Grigio entwickelt sich zu einem sehr aromatischen Weißwein. Aufgrund der großen Anzahl der Trauben sagt man ihm nach, dass er seinen traditionellen Geschmack in vielen Weinen verloren hätte. Ursprünglich hat ein Pinot Grigio eine sehr kräftige Statur mit starken Apfel Noten. In seinem Aroma ergänzt wird er auch durch andere Obstsorten. Aus Pinot Bianco entsteht ein fruchtiger, feiner und Säurearmer Weißwein. In Südtirol ist er meist mit Bestandteil vieler DOP Weine. Die hochwertige Traubensorte Chardonnay schafft es sehr gut in einem Chardonnay Wein den Charakter der Lage und des Weinbergbodens widerzuspiegeln. Die Traubensorte entwickelt einen relativ hohen Alkoholgehalt, hingegen eine niedrigen Säureanteil. Chardonnay ist eine der wenigen weißen Trauben, die auch in Eichenholzfässern heranreifen kann und Aromen der Stachelbeere, Melone, unreifer Apfel, ein Hauch der Butter und Walnüsse erzeugen kann. Unreife, als zu früh geerntete Trauben, bringen einen sehr leichten, dünnen Wein mit wesentlich weniger Fruchtanteil hervor. In den sehr hohen und steilen Terassenlagen des Isarco Tals, wachsen hauptsächlich deutsche Rebsorten: Müller- Thurgau, Riesling und Sylvaner, aber auch die österreichische Rebsorte Grüner Velentiner. In Südtirol wird ganz anders, als im Rest Italiens gekocht. Kräftige Knödel in unterschiedlichsten Arten mit und ohne Fleisch wie Speck- oder Leberknödel, Spinatknödel oder Zwetgschenknödel werden dort hergestellt. Die traditionellen Südtiroler Suppen wie Backerbsen- oder Frittatensuppe sind auch sehr bekannt. Süße Köstlichkeiten sind vor allem der bekannte Kaiserschmarrn, Apfel- oder Kirschstrudel oder auch Krapfen. Nach dem Essen wird in Südtirol ein Obstschnaps getrunken.

Klima und Böden des Südtirols

Die Sommer in Südtirol sind angenehm warm. Ist es einem zu heiß, so kann man sich im nächst gelegenen See oder hoch oben auf einem der Alpenberge abkühlen. Die Niederschlagsmenge ist gut verteilt. Der dortige Kalkboden ermöglicht das Heranreifen von hoher Weinqualität. Im Herbst wird es langsam kühler, im Winter ist Südtirols Landschaft verschneit, gepaart mit meist blauem Himmel und Sonnenschein.