Rheingau

- Verträumte Städte Burgen und großartiger Wein

Der Rheingau befindet sich von Walluf bis Lorchhausen auf der rechten Rheinseite. Das Rheintal dieser Region bietet eine Landschaft mit zahlreichen Wanderwegen, Burgen, Schlösser und Mühlen an.
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Verträumte Städte wie Eltville am Rhein, Oestrich- Winkel und Geisenheim sind aufzufinden. Besonders Eindrucksvoll ist die Vielfalt der Riesling- und Spätburgunderweine, die zum Genießen einladen.

Weingeschichte des Rheingaus

Die Römer waren damals die ersten, die im Rheingau Weinreben anpflanzten. Auch Karl der Große erkannte an dem sehr schnell weg schmelzenden Schnee, dass sich besonders die Rüdesheimer Steillagen für den Anbau von Wein eigneten. So wurde der Weinbau dieser Region sehr voran gebracht und zählt neben der Mosel zu den bekanntesten Weingebieten Deutschlands. Berühmt ist es auch durch seine vielen namhaften Schlossergüter wie Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads, Schloss Schönborn und Schloss Rheinhartshausen geworden. Bereits im 19. Jahrhundert trugen diese zum Ruhm des Rheingaus bei und Riesling Weine wurden zu fast höheren Preisen, als hochklassige Bordeaux Weine verkauft.

Winzer und Weine des Rheingaus

Das Rheingau ist zwar eines der bekanntesten deutschen Weingebiete, jedoch mit einer Länge von 30 Kilometer und einer Rebfläche von 3300 Hektar ein eher kleineres. Der größte Teil der Rebfläche, ca. 80 Prozent, wird mit dem weißen Riesling bestockt. Auch Gebiete wie Assmanshauen und Walluf pflanzen den roten Spätburgunder in größeren Mengen an.

Das Rheingau schmeckt nach..

Der Riesling ist die wichtigste weiße Rebsorte in Deutschland. Ihren Ursprung hat sie im Mittelrheintal. Sie reift sehr spät heran, wodurch sie mit dem mitteleuropäischen Klima sehr gut zu Recht kommt. Was sie jedoch benötigt: viel Sonne im Herbst und den Anbau in der Steillage mit steinigem Boden. Ein Riesling Wein hat einen niedrigen Alkoholanteil und eine leichte, fruchtige Säure mit angenehmen Apfelnoten. Ein Riesling Wein im Rheingau zeigt, im Vergleich zum Mittelrheintal oder der Mosel, einen deutlich individuelleren Charakter. Er zeigt deutlich mehr Rasse und Kraft, als solche in anderen Gebieten. Die rote Rebsorte Spätburgunder ist Deutschlands hochwertigste Rebsorte und wird am meisten im Ahrtal, doch auch um Assmanshausen und Walluf, im Rheingau, angebaute. In ihrem Anbau ist sie sehr anspruchsvoll. Sie wächst nur gut heran, wenn sie sich auf kalkreichem Boden befindet. Gegenüber Krankheiten, wie Mehltau ist die Rebsorte sehr empfindlich. In ihrer Farbe zeigt sie kein zu intensives rot, in ihrem Geschmack ist sie sehr kräftig und fruchtig. Aromen der Kirsche und Beere entstehen. In sehr alten Weinbergen sind oft noch deutsche Spätburgunderarten zu finden, in neueren vermehrt französische. Die Küche des Rheingaus ist sehr bäuerlich. In zahlreichen Weinwirtschaften sind kalte Speisen wie Handkäs mit Musik, Wurstbrot oder Spundekäs zu finden. Weitere klassische Gerichte sind Zwiebelkuchen im Herbst oder Bratkartoffeln mit Sülze. Im Rheingau sind auch einige Sternerestaurants zu finden, die regionale Produkte gerne zu leichten, ausgefallen Gerichten verzaubern.

Klima und Böden


Die Bodenbeschaffenheit im Rheingau ist ganz anders, als im Partneranbaugebiet Mosel, in dem hauptsächlich Schiefer ? und Muschelkalkböden zu finden sind. Am Rhein sind oft kalkhaltige Weinbergsböden, aber auch Kiesschotter, Sand und Löss wie Sandstein vertreten. Das Klima der Region ist sehr mild. Die umliegenden Bäume, die sich an den Hängen des Tales befinden schützen die Weinberge vor zu viel Regen und kalter Luft. Die in den Südhängen liegenden Weinberge werden mit viel Sonne verwöhnt.