BIO-Wein

Mit Stolz präsentieren wir Ihnen unsere Auswahl erstklassiger BIO-Weine aus Frankreich, Spanien, Italien & Deutschland. Alle Weine wurden von uns persönlich verkostet und bewertet. Bei der Auswahl unserer Weine legen wir großen Wert auf das allerwichtigste - den Geschmack. Nur ein Wein der Besonders schmeckt bleibt in Erinnerung. Vertrauen auch Sie auf unseren guten Geschmack und lassen sich einen Wein von uns empfehlen.

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Unser BIO-Wein Ratgeber

Was macht einen Wein zum Bio-Wein?

Rund acht Prozent des deutschen Weinanbaus wird ökologisch bewirtschaftet. Der Unterschied liegt in der Behandlung der Weinreben und in der Kelterei. Konventionell hergestellter Wein kann mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gegen Krankheiten geschützt werden. Bei Bio-Wein wird auf künstliche Spritzmittel und Zusätze verzichtet. Hier kommen natürliche Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz, organische und mineralische Materialien wie Stroh, Stallmist und Gesteinsmehle werden zur Düngung genutzt.

Statt störendes Unkraut neben den Weinreben zu entfernen, pflanzen Winzer bewusst andere Pflanzenarten, die Nützlinge anziehen und den Boden stärken. Gegen Pilzkrankheiten dürfen Kupfer und Schwefel verwendet werden – jedoch in deutlich niedrigeren zugelassenen Mengen. Im biodynamischen Weinbau arbeiten die Winzer beispielsweise auch mit Hornmist und Hornkiesel.

Auch bei der Weinbereitung sind im biologischen Bereich nur wenig Eingriffe in die Herstellung zugelassen. Gentechnisch veränderte Hefen sind beispielsweise verboten. Stattdessen dürfen auch hier nur natürliche Mittel wie Bentonit oder Eiweißzur Klärung des Weins genutzt werden. Ebenso ist der Sulfitgehalt beschränkt – der Winzer kann mit Schwefeldioxid den Wein weiterhin konservieren, allerdings in geringerer Menge.

Unter welchen Voraussetzungen wird Bio-Wein zertifiziert?

Im Jahr 2012 führte die Europäische Union eine EU-Bio-Verordnung ein, um Bio-Wein kenntlich zu machen. Um das EU-Bio-Siegel zu bekommen, müssen die Richtlinien des ökologischen Weinbaus eingehalten werden. Zudem muss eine Zertifizierung als Biobetrieb durch eine staatlich zugelassene Bio- oder Kontrollstelle erfolgen.

Das EU-Bio-Siegel gilt als „Minimalsiegel“: Hier müssen 95 Prozent der Trauben „bio“ sein. Herbizide sind verboten, Pestizide eingeschränkt. Auch sind die Höchstwerte für Sulfide reduziert, gentechnisch veränderte Organismen dürfen nicht eingesetzt werden. Zudem lässt das Siegel „nur“ knapp 50 Zusatzstoffe zu.

Außerdem können Winzer die freiwillige Mitgliedschaft bei Öko- und Bioverbänden erreichen, deren Vorgaben jedoch meist noch strenger sind.

Was steckt hinter dem Bio-Wein-Siegel?

Neben dem EU-Bio-Siegel gibt es weitere Siegel von bundesweiten und internationalen Verbänden, die meist noch strengere Vorgaben für den Bio-Wein haben. Dazu gehören unter andere:

– Ecovin
– Bioland
– Naturland
– Demeter
– Biosyvin
– Bio Austria

Ecovin ist einer der bundesweit größten Verbände von Bio-Winzern, der vor 30 Jahren gegründet wurde und aktuell 220 Mitglieder hat. Im Bio-Verband Bioland sind 5.900 verschiedene Erzeuger ökologischer Produkte vereint, darunter finden sich ebenfalls 260 Winzer. Naturland hingegen ist ein weltweiter Bio-Verband mit insgesamt 38.000 Bauern. 160 deutsche Winzer sind in diesem Verband vertreten. Bei Bioland und Naturland sind die Kriterien strenger als beim EU-Siegel: Die Menge des Kupfers ist reduziert und nur 20 Zusatzstoffe zugelassen. Zudem muss der gesamte Betrieb auf eine biologische Herstellung umgestellt sein.

Demeter ist ein weltweit operierender Bioverband für biodynamisch arbeitende Erzeuger, 53 deutsche Winzer besitzen die Demeter-Zertifizierung. Sein Siegel gilt als eines der strengsten – so sind hier beispielsweise nur 13 Zusatzstoffe zugelassen. Demeter steht zudem für biologisch-dynamischen Weinanbau, der auf Kreislaufwirtschaft innerhalb eines Weingutes setzt.

In Frankreich ist der Verband Biodyvin aktiv, zwei deutsche Winzer sind auch hier vertreten. Bio Austria ist in Österreich aktiv.

Sind Bio-Weine immer gute Weine?

Nur weil „bio“ drauf steht, macht es den Wein nicht automatisch „gut“. Die Bezeichnung zeugt lediglich von einer kontrollierten Herstellung nach vorgegeben Standards. Den meisten Winzern geht es jedoch um eine ökologische und umweltschonende Produktion, die auch ihren Qualitätsansprüchen entsprechen soll. Ihr Wein soll nicht „trotzdem“ sondern „deswegen“ ebenso gut sein und den Gaumen verwöhnen. Auch bei Bio-Wein sind pauschale Aussagen nicht möglich.

Die Spannbreite bei Bio-Wein ist groß. Es gibt Spitzenwinzer, die großartige Bio-Weine produzieren. Dennoch kann ein zertifizierter Bio-Wein im Geschmack auch deutlich abfallen und auf Discounter-Niveau liegen – wie es bei konventionell hergestelltem Wein ebenso der Fall sein kann. „Bio“ ist daher weder ein Synonym für „guten“ noch für „schlechten“ Wein. Über die Qualität und Geschmack des Weins entscheidet nicht das Bio-Siegel, sondern der Winzer und dessen Konsument.

Sind vegane Weine immer Bio-Wein?

Bio-Wein wird fälschlicherweise im Volksmund oft mit veganen Wein gleichgesetzt, da beide Produktionen sehr puristisch und naturnah gestaltet sind. Dennoch sind beim Bio-Wein zahlreiche tierische Produkte im Einsatz – wie beispielsweise Tierkompost. Winzer verwenden zudem tierische Klärmittel, um Weine in der Produktion von Trübstoffen zu befreien. Das kann beispielsweise tierische Gelatine oder Hühnereiweiß sein. Bio-Wein ist damit nicht vegan!

Sind Bio-Weine besser verträglich?

Diese Frage lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Da bereits konventioneller Wein nicht nachweislich Rückstände vom Einsatz der Pestizide enthält, ist der Bio-Wein nicht automatisch gesünder und besser verträglich. Jedoch ist der Weinbau selbst für Winzer und die Natur gesünder beziehungsweise schonender – sowohl in der Herstellung als auch in der Nachhaltigkeit.

Sind Bio-Weine teurer?

Der ökologische Anbau der Weinreben verursacht deutlich mehr Arbeit und Aufwand. Auch ein höheres Ernteausfallrisiko geht der Winzer bei Biowein ein. Diese Faktoren bedingen, dass Bio-Wein in manchen Fällen teurer sein kann. Doch auch das ist kein Muss. Die Preise für Bio-Wein explodieren keinesfalls und nähern sich immer mehr denen von konventionellen Weinen an. Auch im Biosortiment gibt es daher Wein im Tiefpreissegment ebenso wie im gehobenen Bereich.

Welche Sorten Bio-Wein gibt es?

Bio-Wein kann aus verschiedenen Rebsorten hergestellt werden. Es gibt biologische Rotweine, Weißweine und Roséweine. Neben den klassischen Sorten werden jedoch auch neu gezüchtete Rebsorten angebaut, die widerstandsfähiger gegen Pilze sind. Deren Förderung hat sich die internationale Arbeitsgemeinschaft PIWI verschrieben, die bereits 350 Mitglieder weltweit hat.

Beispielsweise wurden die Rotweinsorten Regent und Cabernet Cortis sowie die Weißweinrebe Johanniter speziell auf Pilzwiderstandsfähigkeit gezüchtet. Regent wird vorrangig in Deutschland angebaut und umfasst rund zwei Prozent der deutschen Rebfläche. Weitere Weißweinsorten sind Solaris, Saphira oder Seyval blanc, bei Rotwein gibt es zudem die Sorte Maréchal Foch.

Warum sollte Wein biologisch angebaut werden?

Ziel des Anbaus von Bio-Wein ist die umweltschonende Produktion. Bei der konventionellen Herstellung werden zahlreiche chemische Substanzen auf Reben und Boden gespritzt, die in der Natur ihre Spuren hinterlassen. Das wird mit dem ökologischen Anbau vermieden. Er schont Umwelt, Klima und Artenvielfalt.

Einige Winzer gehen weiter. Sie senken gleichzeitig Wasser- sowie Energieverbrauch und reduzieren ihre CO2-Emissionen. Zudem fördert der Bioanbau von Wein die Biodiversität. Umfragen zufolge ist 52 Prozent der Deutschen der Umweltaspekt bei Bio-Wein wichtig.

Bio-Weine als Weine der Zukunft?

Experten sagen, dass biologischer Weinbau von Zukunft ist, weltweite Umstellungen von Spitzenweingütern bestätigen diese Annahme. Jedoch wird es eine Weile dauern, bis die Böden wieder „natürlich rein“ sind. Zudem gibt es weitere Entwicklungen möglicher Alternativen bei den Arbeitsweisen. Jedoch steigt das Angebot an Bio-Wein weltweit kontinuierlich an.